Inhaltliche Einzelfragen

Alltagssituationen im Tageslauf

Unser Tagesrhythmus ergibt sich nach der Befindlichkeit der Kinder.
Die Mahlzeiten und der Mittagsschlaf sind täglich zu feststehenden Zeiten.
Die Kleinsten schlafen je nach Bedarf auch zwischenzeitlich.
Die meiste Zeit am gesamten Tag nimmt das Spiel ein. Aber auch andere Tätigkeiten, wie Arbeit, Sport, Spaziergänge, künstlerisches Gestalten, Musik und andere Anregungen füllen den Tag aus.
Natürlich werden auch alle Feste entsprechend der Jahreszeit gefeiert.
Im Kindergartenbereich wird mit Absprache der Eltern ein Obstfrühstück eingenommen.
Die Schulkinder haben die Gelegenheit, nach dem Unterricht oder in der großen Pause ein Mittagessen bei uns einzunehmen.

Regeln in unserer Kita

Die Eltern entscheiden über den Besuch und die Aufenthaltsdauer ihres Kindes in der Einrichtung.
Mit Aufnahme des Kindes können bei freier Kapazität die Eltern wählen, in welcher Gruppe das Kind betreut werden soll.
Die Aufnahme bei Kindern bis zu 6 Jahren erfolgt nur nach Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung.
Es besteht die Möglichkeit auf besonderen Antrag auch Kinder unter einem Jahr aufzunehmen.
Damit die Kinder von einer harmonische Atmosphäre im gesamten Haus umgeben sind, sowie Unfälle vermieden werden, ist die Einhaltung von bestimmten Normen und Regeln notwendig, wie z. B. die feststehenden Zeiten für die Nutzung des Sportraumes, Betreuung der Kinder im Früh- und Spätdienst und damit verbunden die Besetzung der Räume, Ordnung und Sicherheit, rücksichtsvolles Verhalten im Haus während des Mittagsschlafes.

Nutzung und Gestaltung der Räume

Jeder Gruppenraum wurde individuell von den Erzieherinnen eingerichtet. Dabei wurde auf altersspezifisches Mobilar geachtet, offene Regale integriert und alles gut erreichbar für die Kinder angeordnet. Ebenso haben die Kinder die Möglichkeit, sich auch einmal in eine Kuschelecke zurückzuziehen. Die Krippen- und Mischgruppen haben einen separaten Schlafraum.
In unserer Einrichtung können alle Gruppen den Turnraum, sowie großen Duschraum nutzen. Ebenso steht unser Schlemmerkeller für Feste und Feiern, sowie zum Ansehen von Videos allen zur Verfügung.
Eine besondere Anregung ist unser Snoezelraum. Er soll helfen, unseren Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom Ruhe zu geben. Außerdem dient dieser Raum zur Sinnesschulung und kann von allen Gruppen unserer Einrichtung genutzt werden.

Die Eingewöhnung neuer Kinder

Haben Sie mit der Leiterin gesprochen, die Einrichtung in der Vielfalt der Gruppen gesehen und sich für eine Gruppe entschieden, so findet ein erstes Gespräch zwischen Eltern und Erzieherin der gewählten Gruppe statt. Es liegt uns viel daran, dass Sie sich bei uns wohl fühlen und Ihr Kind ohne schlechtes Gewissen zu uns bringen können. Das Wichtigste ist zunächst, dass wir so viel wie möglich über Ihr Kind erfahren, damit wir uns auf die bisherigen Gewohnheiten, Vorlieben und eventuelle Besonderheiten des Kindes einstellen können.
Die Erzieherin spricht dabei mit den Eltern über die Lebenssituation der Familie, Vorlieben, Gewohnheiten und eventuelle Besonderheiten des Kindes.
Wir wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten den individuellen Rhythmus jedes Kindes berücksichtigen und auf seine Eigenheiten und Besonderheiten eingehen.
Deshalb halten wir eine Eingewöhnungszeit von ca. 14 Tagen für erforderlich. Die Erzieherinnen besprechen mit Ihnen den Ablauf der Eingewöhnung.
Die gemeinsame Eingewöhnungsphase für Eltern und Kinder ist von angemessener Dauer und wird auf die individuellen Besonderheiten des Kindes abgestimmt und kann von dem nachfolgenden Vorschlag abweichen:

1. und 2. Tag: Das Kind kommt mit Mutti für ca. l Stunde in die Gruppe
3. Tag: Die Zeit des Dableibens wird verlängert
4. und 5. Tag: Das Kind kommt so, dass es eine Mahlzeit und den Gang zum Waschraum mitmachen kann (mit Mutti o. Vati, evtl. auch schon mal mit uns allein)
6. Tag: Mutti geht für ein paar Minuten vor die Tür Wegbleibens wird verlängert
7. Tag: Die Zeit des Dableibens und des Wegbleibens wird verlängert
8. Tag: Das Kind bleibt einen Vormittag allein da
9. und 10. Tag: Das Kind schläft mittags mit

Während der Eingewöhnungsphase kümmert sich eine Erzieherin intensiver um das Kind und Elternteil.

Die Erzieherin beobachtet und entscheidet mit den Eltern die individuelle Eingewöhnung. Wichtig ist in der Zeit der Eingewöhnung der Austausch, um diese so unkompliziert wie möglich zu machen. Die Erzieherin bietet sich dem Kind als Spielpartner an, wenn sie feststellt, dass es sich nur schwer von seiner Mutti oder Vati trennt. Die Erzieherin bittet aber auch die Eltern, sich in jedem Fall von seinem Kind zu verabschieden und nicht heimlich die Einrichtung zu verlassen. Dabei erscheint es uns wichtig, die Trennung konsequent und so kurz wie möglich zu gestalten.
Wir wünschen uns und Ihnen eine verständnisvolle Zeit und freuen uns auf Ihren Besuch und Ihr Kind.

  Die Erzieherinnen vom Kinderhaus ,,Am Holländer" e. V.

 

Ein Kind braucht mehrere Menschen, die ihm Modell dafür stehen, wie man sich im Leben zurechtfindet. Es braucht sie auch, um unterschiedliche Bindungen zu knüpfen.
Literaturhinweis:

Helga Gürtler:
,,Das lernt mein Kind im Kindergarten"